Schon der Duft frisch gebackener Waffeln weckt in mir warme Kindheitserinnerungen. Ich erinnere mich sehr gut an die gemütliche Küche meiner Oma. Mit einer Selbstverständlichkeit, die nur aus jahrelanger Erfahrung entsteht, zauberte sie goldbraune Waffeln, deren süßer Duft das ganze Haus erfüllte. Diese Nachmittage gehörten zu den schönsten Momenten meiner Kindheit: das leise Brutzeln des Teigs im Eisen, das Klacken beim Öffnen des Deckels, die stehts lustigen Lebensweisheiten meiner Oma und schließlich der erste Bissen in eine frisch gebackene, noch warme Waffel. Heute, viele Jahre später, kann ich mir dieses Gefühl von Geborgenheit und Genuss jederzeit wieder zurückholen. Und dass mit meinem eigenen Waffeleisen. Natürlich bringt das Arbeiten in der Küche für Blinde wie mich einige Herausforderungen mit sich, doch mit den richtigen Hilfsmitteln und etwas Übung lassen sich viele davon leicht überwinden.

Ordnung ist für mich wichtig. Nicht weil ich pingelig bin, sondern weil ich mich als Blinder auf klare Strukturen verlassen muss. Dafür verwende ich im Alltag verschiedene Hilfsmittel. Doch manchmal zeigt sich der wahre Wert eines Hilfsmittels nicht im normalen Alltag, sondern in besonderen Momenten. Genau das ist mir passiert, als meine Freundin die Braille-Prägezange ohne mein Wissen verwendet hat, um mir einen barrierefreien Adventskalender zu basteln.

Ich in der Braillebücher-Bibliothek beim Lesen von Harry Potter Band 7

Das Jahr 2025 markiert ein ganz besonderes Jubiläum: 200 Jahre Brailleschrift. Diese bahnbrechende Erfindung hat blinden und sehbehinderten Menschen weltweit den Zugang zu Bildung, Literatur und Unabhängigkeit ermöglicht. Für mich ist dieses Jubiläum ein Anlass, auf meine eigene Reise mit der Brailleschrift zurückzublicken und euch davon zu berichten, warum diese Schrift auch heute noch unverzichtbar ist.

Der Fahrtwind im Gesicht, das gleichmäßige Treten, das Lachen meines Mitfahrers, Tandemfahren ist für mich mehr als nur Bewegung. Es ist Freiheit, Nähe und gelebtes Vertrauen. Als blinder Mensch ist das Tandem für mich eine Möglichkeit, Radfahren aktiv zu erleben, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und gemeinsam Sport zu treiben. In den letzten Jahren hatte ich das Glück, zwei sehr unterschiedliche Tandems intensiv zu nutzen: Ein sportlich-schlankes Modell,wie es sicher jeder bereits einmal gesehen hat und ein besonders stabiles Parallel-Tandem mit drei statt zwei Rädern. Zwei Räder, zwei Konzepte – und beide völlig unterschiedlich. Wo die Vor- und Nachteile dieser beiden liegen und welches ich euch empfehlen würde erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Die folgenden Tipps und Ratschläge im Umgang mit Blinden und stark Sehbehinderten solltest du unbedingt befolgen. Schließlich willst du doch sicherstellen, dass diese Menschen dein Mitgefühl und deine Großzügigkeit in vollen Zügen genießen können. Lies also aufmerksam und halte dich gewissenhaft an diese Hinweise – du wirst sehen, sie machen das Leben für Blinde so viel einfacher!

Nach meinem Unfall im Jahr 2006 änderte sich mein komplettes Leben schlagartig. Durch dieses Ereignis verlor ich nicht nur mein Augenlicht, ich musste mein Leben auch komplett neu ausrichten. Bis dahin hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht, was es bedeutet, blind zu sein. Doch plötzlich stand ich vor der Herausforderung, meinen Alltag und meine Zukunft völlig neu zu gestalten. Es war eine Zeit voller Fragen, aber auch voller neuer Möglichkeiten und wertvoller Begegnungen. Am heutigen 14. März 2025 jährt sich ein entscheidender Wendepunkt in meinem Leben - und das bereits zum 17. Mal. Dieses Datum markierte den Start meines Weges zur beruflichen Neuorientierung. Warum ich diese im Berufsförderungswerk Würzburg (BFW) gemacht habe und was ich hier alles erlernen durfte verrate ich in diesem Beitrag.

Der feelSpace in Aktion

Auf einer der letzten Hilfsmittelausstellungen des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB) in München stieß ich auf den innovativen Orientierungs- und Navigationsgürtel (naviGürtel) von feelSpace. Der Gürtel verspricht eine intuitive sowie diskrete Navigation und nutzt dazu sanfte Vibrationen um Richtungsinformationen an den Körper des Tragenden zu übermitteln. Da ich sehr häufig mit meiner Blindenführhündin Alma oder einem Blindenstock unterwegs bin, hat mich die Idee einer zusätzlichen Orientierungshilfe sofort neugierig gemacht. In diesem Bericht teile ich meine Erfahrungen und erläutere, wie sich der Gürtel in meinem Alltag und bei Spaziergängen bewährt hat.

Ich mit Alma und meiner McLaren F1 Team Softshelljacke im Olympiapark

Wie ich bereits in einem früheren Beitrag erwähnt habe, ist es mir besonders wichtig, auch im Dunkeln gut sichtbar zu sein. Frei nach dem Motto "Ich sehe sie nicht, aber sie sollen mich sehen" achte ich darauf, dass ich in der Öffentlichkeit von Anderen gut wahrgenommen werden kann, und so sicher an mein Ziel komme. Gerade mit Sehbehinderung ist Sichtbarkeit ein entscheidender Faktor für die eigene Sicherheit, und in den Herbstmonaten gibt es nichts Besseres als eine auffällige Jacke, die sowohl durch Farbe als auch Design ins Auge fällt. Mit welcher Jacke ich dieses Kunststück hinbekommen habe und warum diese für mich nicht nur ein Kleidungsstück ist, verrate ich in diesem Beitrag.

Die Tchibo Cafissimo Classic

Als ich nach München umzog und meine neue Küche einrichtete, war eine der ersten Fragen, welche Kaffeemaschine künftig meinen täglichen Morgenkaffee brühen darf. Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich – wie ich bereits in einem früheren Artikel beschrieben habe – für die Senseo HD7812/50 von Philips. Doch damit war das Thema Kaffeemaschine noch nicht abgeschlossen, denn ich musste noch herausfinden, welche Maschine ihren Platz im Büro verdient hat. Wer kennt es schließlich nicht? Der Arbeitsalltag beginnt, und der erste Griff geht zur Kaffeemaschine. Doch welche Maschine eignet sich am besten für das Büro, um den täglichen Koffeinschub zu liefern?

Ich auf dem Crosstrainer

Im Mai dieses Jahres musste ich beim Mammutmarsch feststellen, dass meine Beine nach wenigen Stunden intensiven Wanderns recht müde geworden waren. Kleine Steigungen wurden plötzlich zur Herausforderung. Das war ein deutlicher Unterschied zum Vorjahr, als ich problemlos stundenlang durchhielt. Schnell wurde mir klar, dass ich nicht mehr so fit war wie früher. Die Gründe lagen auf der Hand: Ich hatte deutlich seltener das Fitnessstudio besucht und stattdessen viel Zeit vor dem Fernseher oder mit Freunden im Restaurant verbracht. Es war offensichtlich, dass ich dringend etwas ändern musste, besonders da meine Freundin, unsere Hunde und ich in diesem und den kommenden Jahren an weiteren Mammutmärschen teilnehmen wollen. Also fasste ich den Entschluss, dass es höchste Zeit war zu handeln. Gut, dass ich schon seit Jahren das perfekte Fitnessstudio hierfür gefunden hatte.

Ich beantworte bei einem Schulbesuch vor einer 3. Klasse viele spannende Fragen

Als ich erblindete, wusste ich zunächst nicht, wie es weitergehen sollte. Doch ungefähr ein Jahr nach meinem Unfall fasste ich mir ein Herz und stattete dem Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen in Erfurt einen Besuch ab, der alles ändern sollte. Hier traf ich auf freundliche Mitarbeiter und ebenfalls Betroffene, die mir wertvolle Tipps gaben, um schnellstmöglich wieder ein selbstständiges Leben führen zu können. Sie ermutigten mich auch, an den zahlreichen angebotenen Veranstaltungen teilzunehmen. Nachdem ich mich überwunden hatte, besuchte ich eine dieser Veranstaltungen und erlebte das Glück, das Lachen und die Begeisterung der anderen Mitglieder - trotz Blindheit oder Sehbehinderung.

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Letzte Kommentare

Hi Jana, wie schön, deinen Kommentar jetzt mit diesem kleinen „Blick in die Zukunft“ zu lesen 😊...

vor 4 Wochen
Geschrieben von: Stephan

Ich bin gerade über diesen älteren Kommentar von mir gestolpert und sehe, dass ich nur 3 Monate...

vor 4 Wochen
Geschrieben von: Jana

Hi Mo, vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass dir die Idee meiner Freundin...

vor 4 Wochen
Geschrieben von: Stephan

Lieber Stephan, die Idee deiner Freundin einen Adventskalender für sich zu basteln, der...

vor 1 Monat
Geschrieben von: Mo

Hi Tanja, vielen Dank für deine lieben Glückwünsche und den schönen Kommentar der hat mir ein...

vor 1 Monat
Geschrieben von: Stephan

hi Lisa, vielen Dank für deinen wertschätzenden Kommentar und die guten Wünsche! Es freut mich...

vor 4 Wochen
Geschrieben von: Stephan

Lieber Stephan, danke, dass du deine Erfahrungen mit den beiden Tandems teilst. Ich fand es total...

vor 1 Monat
Geschrieben von: Lisa

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