Alma und ich im Zug

„Also … wohnst du jetzt in Hannover?“ Diese Frage höre ich inzwischen öfter als Alma den Befehl „such Ampel“. Die ehrliche Antwort: Ja und nein. Ich bin weder ganz gegangen noch ganz geblieben. Stattdessen lebe ich seit einiger Zeit in einem Dreieck aus München, Hannover und Nurzen – mit meiner Blindenführhündin Alma an meiner Seite, die immer weiß, wo es langgeht. Selbst dann, wenn ich den Überblick mal verliere.

Screenshot meiner Podcast App

Ich bin den Erfindern von Podcasts Tag für Tag sehr dankbar. Egal ob beim Sport, auf Reisen oder einfach bei der Hausarbeit – überall lasse ich mich von ihnen informieren oder neu inspirieren. Wie in meinem restlichen Leben hat sich auch seit meinem letzten Beitrag über Podcasts im Jahr 2017 enorm viel getan. Einige Favoriten höre ich noch immer, viele spannende Neuzugänge sind dazugekommen. Und das Beste: Der von mir heiß geliebte Neuland Podcast wurde letztes Jahr wiederbelebt.

Hier findet ihr meine aktuelle Top 10, vielleicht entdeckt ihr dabei auch euren nächsten Lieblingspodcast.

Alma und ich feiern ihren siebten Geburtstag

Heute ist nicht irgendein Tag! Nein, Alma wird heute 7 Jahre alt. Sie ist für mich so viel mehr als „nur ein Hund“ sie ist meine sehende Partnerin im Alltag, meine Verbündete auf vier Pfoten und mein zweiter Blindenführhund. Mit ihr habe ich noch einmal ganz neue Erfahrungen gemacht, andere als mit meinem ersten Führhund Denny und genau das macht dieses Abenteuer so besonders. Mit diesem Beitrag möchte ich Dir zeigen, wie Medical Training Tierarztbesuche und Pflegemaßnahmen für Alma vertrauensvoller gemacht hat und auch für alle anderen Hunde ratsam ist.

Schon der Duft frisch gebackener Waffeln weckt in mir warme Kindheitserinnerungen. Ich erinnere mich sehr gut an die gemütliche Küche meiner Oma. Mit einer Selbstverständlichkeit, die nur aus jahrelanger Erfahrung entsteht, zauberte sie goldbraune Waffeln, deren süßer Duft das ganze Haus erfüllte. Diese Nachmittage gehörten zu den schönsten Momenten meiner Kindheit: das leise Brutzeln des Teigs im Eisen, das Klacken beim Öffnen des Deckels, die stehts lustigen Lebensweisheiten meiner Oma und schließlich der erste Bissen in eine frisch gebackene, noch warme Waffel. Heute, viele Jahre später, kann ich mir dieses Gefühl von Geborgenheit und Genuss jederzeit wieder zurückholen. Und dass mit meinem eigenen Waffeleisen. Natürlich bringt das Arbeiten in der Küche für Blinde wie mich einige Herausforderungen mit sich, doch mit den richtigen Hilfsmitteln und etwas Übung lassen sich viele davon leicht überwinden.

Ordnung ist für mich wichtig. Nicht weil ich pingelig bin, sondern weil ich mich als Blinder auf klare Strukturen verlassen muss. Dafür verwende ich im Alltag verschiedene Hilfsmittel. Doch manchmal zeigt sich der wahre Wert eines Hilfsmittels nicht im normalen Alltag, sondern in besonderen Momenten. Genau das ist mir passiert, als meine Freundin die Braille-Prägezange ohne mein Wissen verwendet hat, um mir einen barrierefreien Adventskalender zu basteln.

Das Blindfuchs Maskotchen feiert mit einer Torte den 12. Geburtstag

Ja ihr habt richtig gelesen dieser Blog wird heute tatsächlich 12 Jahre alt. Über 180 Beiträge, zwei Blindenführhunde, gefühlt 1000 technische Experimente und unzählige Tassen Kaffee später sitze ich noch immer hier und denke mir: „Hoppla, das liest wirklich noch jemand?“ Was 2013 als spontanes Experiment begann – „Mal gucken, ob das überhaupt jemanden interessiert…“ – hat sich inzwischen zu einem bunten Sammelsurium entwickelt: Techniktests, Hundegeschichten, Bastelprojekte und Alltag ohne Filter, eben all das, was mein Leben ausmacht.

Kennzeichen Assistenzhund im Sinne des $ 12e Absatz 3 BGG

Neulich stand ich vor der Tür eines Geschäfts. Alma saß brav neben mir, das Führgeschirr reflektierte die Sonnenstrahlen und ihr Blick sagte so viel wie: „Na, gehen wir rein oder bleiben wir hier ewig stehen?“ Drinnen roch es nach Kaffee und frischen Brötchen, eindeutig Bäckerei. Ich setzte gerade zum Schritt an, da kam er auch schon: der freundliche, aber bestimmte Satz, den wohl jeder Führhundhalter schon einmal gehört hat: „Tut mir leid, aber Hunde dürfen hier nicht rein.“ Solche Situationen passieren mir immer noch regelmäßig, obwohl sich in den letzten Jahren rechtlich einiges getan hat.

Ich mit meinem iPhone an der Brust im Feldversuch

Normalerweise bin ich mit Alma unterwegs, sie führt mich auf meinen täglichen Wegen, findet jede Ampel und lotst mich souverän durch ganz Deutschland. Doch manchmal hat auch Alma frei, dann greife ich zum Langstock und seit Kurzem noch zu etwas anderem: zu einer App, die mir wortwörtlich den Weg klopft. Die sichere Orientierung im öffentlichen Raum ist für blinde und sehbehinderte Menschen eine tägliche Herausforderung. Zwar ist der Langstock ein verlässlicher Begleiter, doch in der Realität lauern zahlreiche Stolperfallen: schräg abgestellte E-Roller, tief hängende Äste, Werbeschilder auf Gehwegen oder plötzlich auftauchende Baustellen. Alles, was der Stock nicht ertastet, wird schnell zur Gefahr. Genau hier setzt diese neue App an: SmartAIs, entwickelt von einem jungen Team in München. Sie will mithilfe künstlicher Intelligenz Hindernisse in Echtzeit erkennen und dem Nutzer akustisch mitteilen, wo sich diese befinden. Seit einigen Wochen darf ich als Betatester Teil dieses spannenden Projekts sein. In diesem Beitrag möchte ich erzählen, wie sich mein Alltag mit der App verändert hat, welche Erfahrungen ich bisher gesammelt habe und welche Rückmeldungen ich dem engagierten Entwicklerteam geben konnte.

Ich in der Braillebücher-Bibliothek beim Lesen von Harry Potter Band 7

Das Jahr 2025 markiert ein ganz besonderes Jubiläum: 200 Jahre Brailleschrift. Diese bahnbrechende Erfindung hat blinden und sehbehinderten Menschen weltweit den Zugang zu Bildung, Literatur und Unabhängigkeit ermöglicht. Für mich ist dieses Jubiläum ein Anlass, auf meine eigene Reise mit der Brailleschrift zurückzublicken und euch davon zu berichten, warum diese Schrift auch heute noch unverzichtbar ist.

Alma mit ihrer Freundin Sophie, ein Roborock S7 Max Ultra

Anfang dieses Jahres hat mein bisheriger Saug- und Wischroboter „Celine“, wie ich sie liebevoll genannt habe, plötzlich ihren Dienst quittiert. Über vier Jahre lang hatte sie treu ihren Job erledigt. Tag für Tag beseitigte sie die Spuren meines Alltags: Hundehaare, Schmutz und die berühmten Pfotenabdrücke von Alma. Klar war: Ein Leben ohne diese technische Haushaltshilfe ist für mich kaum noch vorstellbar! Und dass nicht nur aus Komfortgründen, sondern ganz praktisch, weil mir als Führhundhalter diese Unterstützung enorm viel Arbeit abnimmt. Es musste also ein würdiger Nachfolger her. Oder besser gesagt: eine Nachfolgerin. Für welches Modell ich mich entschieden habe und wie es sich in meinem Alltag bewährt, erfahrt ihr in diesem ausführlichen Erfahrungsbericht.

Der Fahrtwind im Gesicht, das gleichmäßige Treten, das Lachen meines Mitfahrers, Tandemfahren ist für mich mehr als nur Bewegung. Es ist Freiheit, Nähe und gelebtes Vertrauen. Als blinder Mensch ist das Tandem für mich eine Möglichkeit, Radfahren aktiv zu erleben, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und gemeinsam Sport zu treiben. In den letzten Jahren hatte ich das Glück, zwei sehr unterschiedliche Tandems intensiv zu nutzen: Ein sportlich-schlankes Modell,wie es sicher jeder bereits einmal gesehen hat und ein besonders stabiles Parallel-Tandem mit drei statt zwei Rädern. Zwei Räder, zwei Konzepte – und beide völlig unterschiedlich. Wo die Vor- und Nachteile dieser beiden liegen und welches ich euch empfehlen würde erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Alma mit ihrer Schutzbrille für die Lasertherapie

Alma ist weit mehr als nur ein Hund! Sie ist meine Augen im Alltag, meine treue Begleiterin und ein unverzichtbarer Teil meines Lebens. Als Blindenführhund übernimmt sie täglich anspruchsvolle Aufgaben, die sowohl körperlich als auch geistig fordernd sind. Doch diese Arbeit hinterlässt Spuren und vor etwa einem Jahr bemerkte ich erste Veränderungen: Alma wirkte steif beim Aufstehen, ihr Gang war unrund und nach längeren Führarbeiten schonte sie ihr rechtes Hinterbein. Es war klar, dass ich handeln musste – nicht nur, um ihre Beschwerden zu lindern, sondern auch, um ihr die Lebensqualität zurückzugeben, die sie verdient. Welche Maßnahmen ich getroffen habe, wie Physiotherapie unser Leben verändert hat und welche Tipps ich anderen Haltern mitgeben kann, erfährst du in diesem Beitrag.

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Letzte Kommentare

Hi Lisa, vielen Dank für deinen Kommentar. Es bedeutet mir viel, dass du die unterschiedlichen...

Gestern
Geschrieben von: Stephan

Wow, vielen Dank, dass du uns hier in deinen Alltag mitgenommen hast. Für mich war es unglaublich...

vor 2 Tage
Geschrieben von: Lisa

Hi Andreas, vielen Dank für deinen Kommentar. Ja München ist wirklich eine schöne Stadt, sie hat...

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Geschrieben von: Stephan

Hi Jana, vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Ich hatte mir schon fast gedacht das du Team...

vor 2 Tage
Geschrieben von: Stephan

Hi Mo, vielen Dank für deine so aufmerksame und persönliche Rückmeldung. Es freut mich sehr, dass...

vor 2 Tage
Geschrieben von: Stephan

Lieber Stephan, ich fand es spannend zu lesen, wie unterschiedlich sich die drei Orte für dich...

vor 3 Tage
Geschrieben von: Mo

Liebe Katja, vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast genau den Kern getroffen: Es geht eben...

vor 2 Tage
Geschrieben von: Stephan

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