Alle Euro Münzen und Scheine übereinander - wenn man die Unterschiede kennt kann man Geld auch blind erkennen

Vor ein paar Wochen wollte ich im Fitnessstudio mit meinem Trainer einen Kaffee trinken. Da er beim letzten Mal bezahlt hatte war nun ich an der Reihe. Also suchte ich schnell passend Geld für zwei Kaffee aus meinem Portmonee und ließ zwei Tassen aus dem Automaten. Beim Einstecken des Geldes fragte er mich ganz erstaunt, woher ich weiß, wie viel Geld ich gerade in den Automaten stecke!? Da ich an diesem Tag glücklicherweise viel Kleingeld bei mir hatte konnte ich ihm die Unterschiede der Euro- und Cent- Stücke genau zeigen.

Geldautomat mit eindeutigem Kartenslot und den eingesteckten Kopfhörern

Vergangene Woche musste ich wie schon häufiger malwieder meine Mittagspause überziehen um Geld von meinem Konto abheben zu können. Da ich hierdurch jedes Mal die Mittagspause überziehen muss, wodurch meine Arbeit auch erst später fertig wird, fragte mich ein Kollege ob ich dies nicht auch nach der Arbeitszeit machen kann. So erklärte ich Ihm dass ich leider alleine kein Geld am Automaten abheben kann da es keine Sparkasse in meiner Nähe gibt in der ein sprechender Geldautomat zur Verfügung steht. Auch weigere ich mich aus Ihm sicherlich gut verständlichen Gründen so ein sensibles gerät im Blindflug zu bedienen, weshalb mir leider nur die Möglichkeit bleibt zu den Schalterzeiten Geld von meinem Konto abzuheben. Ich erzählte Ihm auch dass es ohne größeren Aufwand möglich wäre einen Geldautomaten durch einen mit Sprachausgabe zu ersetzen und da ich nicht der einzige Blinde oder Sehbehinderte in der Gegend Münchens bin würde sich so ein Umbau meiner Meinung nach für die Sparkasse und jede andere Bank lohnen.

So viele Apps, leider nur noch wenig Akku

In unserer heutigen Zeit unvorstellbar: ein Tag ohne Smartphone. Doch genau das ist mir vor wenigen Tagen unfreiwillig passiert. Hier ist mein Erfahrungsbericht, wie ich eine Zugreise und einen Messebesuch ohne mein treues Alltagsgerät gemeistert habe und warum das am Ende gar nicht so schlimm war.

Screenshot der JoomlaOberfläche beim erstellen des Beitrags

In letzter Zeit wurde ich häufiger gefragt, worauf ich beim Schreiben eines Artikels für meinen Blog achte und wie ich auf die Themen komme. Hier muss ich mit einem Eingeständnis beginnen, aber ich stehe zu meinen Fehlern :-) Als ich mit diesem Blog angefangen habe, habe ich Beiträge einfach so geschrieben, wie sie mir gerade in den Kopf gekommen sind. Leider musste ich nach kurzer Zeit bereits feststellen, dass auf diese Art die Artikel keine einheitliche Form und keinen wirklichen roten Faden hatten. Mir ist aufgefallen, dass dies einer der Gründe ist, wieso ich selbst bereits einige Blogs nicht mehr verfolge. Mir sollte es so nicht ergehen und deshalb überlegte ich, wie ich meinen Blog attraktiver gestalten kann.

Ich suchte also im Internet nach Tipps zum Bloggen und stieß auf diesen Beitrag von blogprojekt.de. Darüber hinaus wurde mir noch dieser Artikel in englisch empfohlen. Nach gründlichem Lesen erstellte ich 8 Arbeitsschritte, nach denen ich in Zukunft Beiträge schreiben werde.

Peter und ich vor dem Tauchen im Becken

Die nachfolgende Geschichte beginnt im Jahr 2013, kurz nachdem ich aus dem kleinen und übersichtlichen 990-Seelen-Ort Nurzen nach München gezogen bin. Ich hatte dort gerade einen neuen Job angenommen und war dabei meine neuen Kollegen kennen zu lernen. Mein Kollege Peter erzählte mir, dass er regelmäßig Tauchen geht. Als ich erwiderte, dass ich dies auch gerne einmal machen würde merkte er an "Ich kann dich gern einmal zum Training mitnehmen." Natürlich dachte ich dass er dies nur so dahin gesagt hatte, denn ein normaler Tauchkurs dauert immerhin mehrere Tage und man sollte sich vorher einiges an Wissen aneignen. Wenige Tage später kam er erneut auf mich zu und sagte mir, dass er am kommenden Mittwoch wieder zum Tauchtraining gehen werde und fragte ob ich noch Interesse hätte. Natürlich könnte er mit mir in dieser kurzen Zeit keinen kompletten Tauchkurs machen, aber einmal hinein schnuppern kann nicht schaden!

Vor zwei Jahren wurde ich von zwei Studentinnen angesprochen, ob ich ihnen bei ihrer Bachelor Arbeit helfen könnte. Die beiden beschäftigten sich in ihrer Arbeit mit dem Vertrauen von Blinden zu ihren Blindenführhunden und ich habe mich natürlich gern dazu bereit erklärt. Wenige Tage später traf ich die beiden und nachdem Sie mir alle Fragen zu Ihrer Arbeit gestellt hatten, hatten sie noch viele weitere Fragen an mich. So war es ihnen zum Beispiel unvorstellbar, dass ich alleine leben kann. Woher soll ich allein wissen, welche Kleidungsstücke zusammen passen, welcher der Zucker- und welcher der Salzstreuer ist oder ob alle Lampen in der Wohnung ausgeschaltet sind. Nachdem ich den beiden auch diese ganzen Fragen beantwortet hatte war die Fragestunde jedoch noch nicht vorbei. Die kommenden Fragen waren dann nicht mehr dem alltäglichen Leben eines Blinden gewidmet, sondern nun wollten sie allgemeinere Dinge von mir wissen. So zum Beispiel wo ich zuletzt im Urlaub war, was ich an Hobbys habe und was ich zuletzt außergewöhnliches gemacht habe. Meine Antwort auf die letzte Frage verblüffte die beiden.

Denny und ich am Bahnhof

Ich fahre sehr häufig mit der Bahn, um zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen zu kommen. Wenn ich anschließend von diesen Reisen erzähle ist das häufig nur zum Lachen. Da dies für viele kaum zu glauben ist, möchte ich hier nur einmal schnell anhand meiner letzten Bahnfahrt beschreiben, wie eine solche teilweise ablaufen kann.

Zwei Freunde stoßen mit Bier an

Vor kurzem hat sich mein Chef in den Wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Während seiner Abschiedsfeier erzählte Er neben einigen recht amüsanten Geschichten aus seiner Karriere noch eine Lebensweisheit. Er merkte an dass er steht’s versuchte sich an diese zu halten und seiner Meinung nach recht gut damit gefahren ist. Da ich diese recht passend fand möchte ich diese nun auch Euch berichten.

The Bradley

Ob bei einem geselligen Abendessen mit Freunden oder in einem wichtigen Meeting – ich habe oft nach einer Möglichkeit gesucht, die Uhrzeit unauffällig zu überprüfen. Sprechende Uhren schieden natürlich sofort aus, da es nichts Peinlicheres gibt, als wenn plötzlich eine Stimme die Uhrzeit verkündet. Aber auch mit taktilen Uhren hatte ich meine Schwierigkeiten, da sie sich leicht verstellen ließen. Doch dann stieß ich auf auf Kickstarter über THE BRADLEY von EONE – und meine Suche war endlich zu Ende.

Der Tacit auf meiner Hand

Es gibt eine Vielzahl an Methoden, wie sich Blinde in der Welt zurechtfinden. Der Blindenstock ist das am häufigsten verwendete Hilfsmittel, um sich fortzubewegen. Aber gibt es in unserer modernen Gesellschaft keine elegantere Methode? Diese Frage stellte ich mir bereits kurz nach meiner Erblindung, als ich das erste Mal einen Blindenstock benutzte. Vor kurzem stieß ich dann auf eine meiner Meinung nach sehr interessante Erfindung: den TaCit-Ultraschall-Handschuh.

Irgendwie tue ich mich schwer mit einem Beitrag zum Blindenstock. Ein Blindenstock, da ist meiner Meinung nach nicht viel Individuelles dran. Einen Beitrag wie er schon zu Hauf im Internet zu finden ist, was ein Blindenstock eigentlich ist etc. wollte ich nicht schreiben. Doch ganz weg lassen konnte ich diesen Teil auch nicht... So habe ich den allgemeinen Teil geschrieben und mit meinen Eigenen Erfahrungen und warum ich mich für welchen meiner Stöcke entschieden habe erweitert. Selbstverständlich verschweige ich auch nicht, was die Vor- und Nachteile dieser sind.

Als blinder Mensch stehe ich oft vor der Herausforderung, meine Kleidung richtig zu identifizieren. Ich habe für alle möglichen Situationen unterschiedliche Kleidungsstücke. Doch woher weiß ich, welches T-Shirt, Hemd oder welche Hose ich gerade aus dem Kleiderschrank, der Waschmaschine oder aus dem Rucksack hole? Natürlich kann ich ein Shirt anhand der Form von einem Hemd oder einer Hose unterscheiden. Aber woher soll ich wissen, ob es sich bei diesem Shirt um das gelbe Shirt handelt, das ich immer im Fitnessstudio trage, oder um das blaue, das ich bei Gartenarbeiten anziehe? Im Laufe der Zeit habe ich ein paar Tricks entwickelt, mit denen ich dieses Problem elegant lösen konnte. Hier habe ich diese kurz zusammengefasst:

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Hi Jana, haha, genau! Zum Glück hat sich niemand beschwert – oder sie waren einfach höflich. Auf...

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Hi Tim, vielen Dank für deinen Kommentar, das freut mich sehr! Es war mir wichtig zu zeigen, dass...

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Hi Karin, vielen Dank für deinen netten Kommentar! Freut mich sehr, dass du die Paralleltandems...

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Ich kannte die Paralleltandems bisher gar nicht, finde die Idee aber cool, weil man noch mehr ein...

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